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Mobbingursachen

Die Ursachen für Mobbing sind vielfältig. Sie reichen von betrieblichen Gründen über individuelle Faktoren bis hin zu gesellschaftlichen Gegebenheiten und Entwicklungen.

Motive bei Mobbern:
Angst vor Arbeitsplatz-, Macht- oder Autoritätsverlust gehören zu den Motiven der Mobber genauso wie persönliche Vorurteile oder Antipathien.

Begünstigende Faktoren bei Betroffenen:
Es gibt eine Reihe von Faktoren, die einen Mobbingfall begünstigen z.B.: der/die "Neue" am Arbeitsplatz, die äussere Erscheinung, ein befristeter Arbeitsvertrag, das Alter, Geschlecht oder die Nationalität.

Beispiele für gesamtgesellschaftliche Ursachen von Mobbing:
Rezession, sozialer und wirtschaftlicher Abbau, die Verschlankung von Produktionen, Verwaltungen und Dienstleistungsbereichen, der Abbau sozialer Errungenschaften und Gepflogenheiten, unterschiedliche arbeitszeitrechtliche Regelungen zwischen Ost und West begünstigen Mobbing.

Zudem läßt die gesellschaftliche Spaltung in Arbeitslose und Arbeitende - der angespannte Arbeitsmarkt - ein moralisches Klima entstehen, welches Diskriminierung und Ausgrenzung von Einzelnen, von Minderheiten oder auch geschlechtliche Diskriminierung offiziell zu rechtfertigen scheint (Wertewandel in der Gesellschaft!).

Beispiele für betriebliche Ursachen von Mobbing:
Fehlendes Problemlöseverhalten und mangelnde soziale Kompetenz des Management, Führungsmangel.

Mobbing kann sich nur entwickeln, wenn Mobbing sich entwickeln darf, wenn Führungskräfte, vorgesetzte Leitungsebenen bei Problemen und Konflikten wegschauen, sich nicht darum kümmern und den Konflikt weiterlaufen lassen und keine oder nicht ausreichende Verantwortung wahrnehmen. Solch ein Nichtstun wirkt sich in aller Regel als Billigung und Zulassung aus und unterhält und beschleunigt den Mobbingprozeß. Letzteres gilt in gleicher Weise für zögerlich oder nicht handelnde Mitarbeitervertretungen, also z.B. Betriebs- Personalräte.

Zu starre Hierarchien blockieren Mitgestaltung von Organisations- und Arbeitsprozessen und die Demokratisierung von Arbeitsabläufen und stellen ein verborgenes Konfliktpotential dar. In starren Hierarchien ist das Konfliktrisiko höher als in demokratisch geführten Unternehmen. Mangelt es bei entstandenen Konflikten zudem an kommunikativen Fähigkeiten zur Konfliktbewältigung, an einer Kultur des fairen Streitens, bleiben die Konflikte ungelöst und fördern Mobbing.

Ein niedriges Niveau der Organisationsstruktur und schlechtes Betriebsklima senken die Arbeitsleistung und die moralischen und ethischen Wertvorstellungen und fördern Streß und Frust. Mobbing wird zum Ventil.


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