Handlungsmöglichkeiten

Handlungs­möglichkeiten

Für die Strategie „standhalten“ oder die Strategie „ausweichen“ stehen verschiedene Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

1. Strategie „standhalten“

Die Motivation dafür, sich zu wehren und die Strategie „standhalten“ zu verfolgen, resultiert häufig aus Wut über das Verhalten des Mobbers. Außerdem spielt das Bedürfnis nach Selbstachtung und Erhalt des eigenen Selbstwertes eine wichtige Rolle. Sie können Folgendes tun:

  • Grenzen setzen: Das Gespräch suchen und unmissverständlich zur Unterlassung auffordern
  • Gesundheit und Selbstschutz: Beeinträchtigungen ernst nehmen, (fach)ärztliche Betreuung in Anspruch nehmen
  • Beweise und Dokumentation: „Mobbing-Tagebuch“ führen, Zeugen suchen, Beweise sammeln, …
  • Soziales Netz: sich geeigneten Personen aus der Familie oder dem Freundeskreis anvertrauen.
  • Unterstützung suchen bei Gewerkschaft, Selbsthilfegruppe, …
  • Gegenwehr: vertrauenswürdige Kollegen und Vorgesetzte und kompetente Experten wie Mobbing-Beauftragte um Unterstützung bitten.


Das können Sie in einer konkreten Mobbing-Situation tun:

  • Versachlichen: Willen zum Kompromiss signalisieren, auf die Chancen eines fairen Interessenausgleichs hinweisen, Fokus auf gemeinsame Probleme richten, …
  • Entmutigen: auf verbale Angriffe keine sichtbare Wirkung zeigen, Angriffe schlagfertig zurückweisen, Angreifbarkeit eigener Schwachstellen mindern, …
  • Grenzen setzen: Auf Anschreien „symbolisch“ reagieren und sich die Ohren zuhalten. Ein Schild „Ich bin nicht taub!“ hochhalten, zurückschreien oder flüstern. Sich das Schreien verbitten.
  • Verunsichern: Wachsende soziale Unterstützung demonstrieren, Mobbing-Handlungen für Dritte erkennbar machen.
  • Einschüchtern: straf,- zivil,- arbeitsrechtliche Schritte konkret benennen und ihre Durchführung glaubhaft ankündigen.

2. Strategie „ausweichen“

Für die Strategie „ausweichen“ gibt es ebenso gute Gründe – zum Beispiel, wenn das betriebliche Umfeld wenig Unterstützung verspricht, oder Ihre Gesundheit bereits angeschlagen ist.

  • Gesundheit und Selbstschutz: physische und psychische Beeinträchtigungen ernst nehmen, (fach)ärztliche Betreuung in Anspruch nehmen
  • Berufliche Veränderung anstreben
  • Soziale Absicherung beachten
  • Unterstützung beim Neuanfang suchen

Unabhängig davon, für welche der beiden Strategien Sie sich entscheiden, es ist unerlässlich, das Mobbing aktiv zu verarbeiten, um Selbstsicherheit zurückzugewinnen und das Selbstwertgefühl wieder zu festigen.

© 2016 Arbeitskreis No(!)Mobbing Lübeck

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